Was kann man gegen Tinnitus machen?

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Ein Grund für das Auftreten von Tinntius kann eine Erkrankung des Äußeren oder Mittel- oder Innenohres sein. Im äußeren Ohr kann z.B. ein Ohrenschmalpfropf, im Mittelohr z.B. eine Mittelohrentzündung oder Otosklerose und im Innenohr ein Akustikusneurinom sein. Alle genannten pathologischen Gründe können medizinisch behandelt werden. Eine Erkrankung des Stoffwechselsystems kann Tinnitus hervorrufen, sollten aber zur Abklärung, ob dieses wirklich der Grund ist, durch einen Arzt behandelt werden. Eine orthopädische und zahnmedizinische Kontrolle, ob dort ggf. die mögliche Ursache liegt, sollte auf alle Fälle erfolgen.

  • Warum ist der Tinnitus vorhanden?
  • Wie lange ist der Tinnitus vorhanden?
  • Wie stark beeinflusst der Tinnitus mein Leben?

Akuter Tinnitus

Bei akutem Tinnitus ist die erste Möglichkeit der Behandlung die Infusionstherapie. Sie soll das Blut besser fliessen lassen, um eine bessere Sauerstoffversorgung zu gewährleisten. Grundsätzlich kann man feststellen, dass die Erfolgschancen auf Besserung der Situation vom Zeitfaktor abhängt, wann mit der Behandlung begonnen wird.

Subakuter und chronischer Tinnitus

Je nach Auftreten wird zwischen subakuten und chronischen Tinnitus unterschieden. Subakuter Tinnitus dauert länger als 3 Monate aber kürzer als 6 Monate. Ist der Tinnitus länger als 6 Monate spricht man von chronischem Tinnitus. Bei beiden Arten von Tinnitus bedarf es fachlich kompetenter Information und intentiver medizinischer Betreuung durch den HNO – Arzt. Nur so können die Beschwerden gebessert werden.

Technische Möglichkeiten der Verbesserung der Situation gibt es auch. Qualifiziert ausgebildete Hörgeräteakustikmeister können entweder spezielle Tinnitus Noiser oder bei gleichzeitig vorhandener Hörminderung mit Hörsystemen beides effektiv versorgen und eine Linderung erwirken.

Die Tinnitus – Retraining – Therapie (TRT)

Mit der TRT soll erreicht werden, dass der Betroffene die Aufmerksamkeit nicht dem Tinnitus widmet, sondern anderen Dingen. Retraining heisst wörtlich übersetzt: umschulen oder umlernen. Das Tinnitusgeräusch soll nicht im Vordergrund, sondern im Hintergrund stehen. Das Klingeln, Rauschen, Brummen, Pfeifen soll als überflüssig bewertet werden und somit überhört werden. Um eine erfolgreiche Retraining Therapie zu gewährleisten, müssen folgende Personengruppen eng zusammenarbeiten

  • HNO – Arzt
  • Psychologe
  • Hörgeräteakustiker

Grundlage der Therapie ist die ausführliche Beratung und Aufklärung des Phänomens Tinnitus. Wenn man mittels der Therapie Tinnitus ausblenden will, muss der Tinnitus an Bedeutungslosigkeit gewinnen. Grundsätzlich muss man sich Entspannung gönnen und sich vorallem die Zeit dafür nehmen. Mittels bestimmter Techniken kann man den Stress abbauen, der Tinnitus zur Folge hat. Sollte der Betroffene unter Depressionen, Ängsten oder psycho – sozialen Problemen leiden, sollte hier fachgerechte Hilfe in Anspruch genommen werden. Negative Assoziationen müssen ausgeblendet werden, da sonst eine Verbesserung nicht eintreten kann.

=> Eine positive Einstellung gegenüber dem Phänomen Tinnitus ist ein grosser Meilenstein zum Erfolg!

Ruhe hilft bei Tinnitus

Was kann ich als Betroffener selber machen?

Betroffene reagieren unterschiedlich auf Tinnitus. Ein Großteil hat damit überhaupt kein Problem, andere wiederum haben Suizidgedanken. Die nachfolgenden Punkte sollten eine kleine Hilfestellung sein, um mit Tinnitus besser zurecht zu kommen.

  • Informieren Sie sich individuell über das Phänomen Tinnitus
  • Vermeiden Sie laute Geräuschkulissen
  • Finden Sie ihre innere Ruhe
  • Nutzen Sie Hintergrundgeräusche um z.B. besser einzuschlafen (Radio, CD……)
  • Leben Sie gesund und haben eine positive Einstellung zu ihrem Leben
  • Stellen Sie sich nicht auf das Abstellgleis

Sollten Sie betroffen sein, helfen Sie mit, dass sich für Sie der Erfolg schneller eintritt. Ihr Hörgeräteakustiker hilft und berät Sie gerne.